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Was wurde aus Radagast?

Radagast der Braune war, neben Gandalf und Saruman, einer der fünf Istari (Zauberer), die nach Mittelerde kamen, um den Elben und Menschen im Kampf gegen Sauron zu helfen. Sehr oft wird von Radagsts Versagen gesprochen. Aber es ist nirgendwo niedergeschrieben was seine Aufgabe sein sollte, daher kann man auch schlecht vom Versagen sprechen.

“Radagast

Gewiss, im Kampfe gegen Sauron war er noch lange nicht so aktiv wie Gandalf, aber trotzdem hat er in meinen Augen eine positive Rolle gespielt. Er kam nach Mittelerde als Radagast der Braune und sein Name als Maiar ist Aiwendil („Der Vogelfreund“) und dass er nach Mittelerde durfte ist nur Yavannas Einsatz zu verdanken.

Also wusste man schon von vorne rein, dass sich Radagast mehr um die Vogelwelt als um die Menschen oder Elben kümmern würde. Aber das ist an sich nicht schlecht, denn zu der Vogelwelt Mittelerdes gehörten auch die großen Adler. Wenn man jetzt davon ausgeht, wovon ich überzeugt bin, dass Radagast der Braune die Einsätze der Adler gesteuert hat, dann kann man nicht von seinem Versagen sprechen. Mir sind mindestens vier Fälle bekannt in denen die Adler ihren sehr wichtigen Einsatz hatten:

  1. Bei der „Schlacht der fünf Heere“ („Der kleine Hobbit“), als die Adler, buchstäblich im letzten Moment, der eingekreisten Armee der Elben, Menschen und Zwergen halfen.
  2. Bei der Rettung von Gandalf aus Isengart. (Ist auch im Kino-Film zu sehen.)
  3. Bei der Schlacht am Morannon beziehungsweise…
  4. Bei der Rettung von Frodo und Sam nach der Zerstörung des Ringes.

Manche würden jetzt dagegen halten und sagen, dass Radagast Gandalf zu Saruman gelockt hat, aber Radagast war nicht der einzige der auf auf die Tücke und die Hinterlist von Saruman reingefallen ist. Immerhin wurde der ganze Weiße Rat (samt Gandalf) in die Irre geführt.

Wenn man jetzt dies alles in Betracht zieht steht für mich außer Zweifel, dass Radagast in Valinor willkommen war.

Radagast im Spiel Herr der Ringe Online

Im Spiel Herr der Ringe Online hat Radagast eine wichtige Rolle inne. In den Gebieten östlich des Breelandes, rund um die Wetterspitze, muss man einige wichtige Aufträge für Radagast im Kampf gegen das Böse erledigen.

3 Reaktionen auf “Was wurde aus Radagast?”

  1. Manuel sagt:

    Radagast ist in meinen Augen eine Nebenrolle, aber eine
    Wichtige. Ich nehme an, Tolkien schrieb nicht viel über ihn, weil er keine Lust hatte (Er sagte mal, dass er nicht sein ganzes leben Mittelerde widmen will), oder er einfach nicht mehr dazu kahm Aufzeichnungen über ihn zu machen.

  2. Fornadan sagt:

    Von den Istari die in den Norden kamen, blieb „nur ein einziger ein Getreuer“. Dies war natürlich Olorin/ Mithrandir/ Gandalf. Er kehrte zurück in den Westen. Alle anderen müssen daher ihren ursprünglichen Auftrag verfehlt haben.

    Radagast kümmerte sich offenbar mehr um die Belange der Tiere und Pflanzen, was ihm als einer der Maiar Yavannas ja auch im Wesen lag.
    Von seiner Wohnung am Rande des Düsterwaldes hat er aber wenigstens zu Beorn (wenn auch lose) Verbindung gehabt.
    Mag sein, dass er auch zu den Waldbewohnern, die später die Beorninger genannt werden, bekannt war.

    In den Ereignissen des Ringkrieges spielte er ein unrühmliche Rolle als Sendbote Sarumans, der Gandalf in die Gefangenschaft nach Orthanc lockt. An seiner Aufrichtigkeit hatte Gandalf allerdings keinen Zweifel und gerade die unbedingte Loyalität Radagasts ließ ihn auf tragische Weise zum Werkzeug Sarumans werden.
    Er unterstützte aber Gandalf immer bereitwillig und sorgte daher auch unbeabsichtigt für die Befreiung Gandalfs aus Isengard durch die Adler, die dieser bei „seinem Vetter“ als Boten angefordert hatte.

    Saruman findet für Radagast nur Verachtung. Von Gandalf hingegen gibt es kein schlechtes Wort über den Braunen Zauberer. Er gehört zur Seite des „Westens“.
    Mit Saruman hat er allerdings gemeinsam, dass er sich eine feste Wohnstätte einrichtet. Gandalf hat dies nie getan, um ganz für seine Aufgabe da sein zu können. Im Falle Sarumans ist das Wohnen in Isengard ein äusseres Zeichen für seine zunehmende Bindung an das Leben in Mittelerde und den Wunsch dort Bedeutung zu erlangen. Damit eng verbunden ist das Verlangen nach Macht, das ihn schließlich scheitern lässt.

    Gemessen an Gandalf erscheint Radagast gutwillig aber passiv und eher seinen eigenen Interessen zugeneigt. Da er aber auch stets geringer an Macht und Einsicht dargestellt wird, kann man sich hier wohl Gandalf anschließen (was ohnehin eigentlich immer sinnvoll erscheint 😉 )und ihn deswegen nicht verurteilen.
    Seinen Auftrag hat er aber nicht erfüllt, denn er kehrt nicht in den Westen zurück

    Über das weitere Schicksal Radagasts ist uns nichts überliefert. Der Logik der Geschichte(n) folgend müssen wir annehmen, dass er noch lange in Mittelerde blieb, denn er ist ja immerhin unsterblich. Damit teilt er das Schicksal von z.B. Maglor, der ja auch immer noch in Trauer am Rand des Meeres umherstreift und über den Verlust des letzten Silmarils klagt.

  3. Charlotte sagt:

    Ich finde es sehr schade, dass er im Film nicht vorkommt (Herr der Ringe). Aber im Hobbit-Film soll er ja mitspielen…

    Ich habe noch eine Situation im ‚Hobbit‘ gefunden, wo die Adler eine wichtige Rolle spielen:

    Die Varge haben die Zwerge sowie Gandalf und Bilbo auf Bäume gejagt. Diese fangen an zu brennen und die Adler retten sie…

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