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Herr der Ringe, Hobbit & Co. » Filme » Teil 2: Die zwei Türme

Die zwei Türme: 2 Teil des Herr der Ringe Kinofilms

Die zwei Türme

Die zwei Türme (längere Fassung)

Den guten Vorsatz den ich bei dem ersten Teil hatte – keine Erwartungen an den Film zu haben – habe ich bei dem zweiten Teil des Filmes nicht eingehalten und dies hat sich gerächt.

Es fing schon damit an das Ufa Palast in Köln einige Probleme mit der Organisation der Mitternachtspremiere hatte. Die Leute die sich die Karten für den zweiten Teil kauften und die Leute die sich Karten für die Doppelvorstellung gekauft haben, wurden in dem gleichen Kino verfrachtet. Und das sorgte für einige Unruhe und Schwierigkeiten. Denn die Leute die, die Karten für die Doppelvorstellung besaßen, hatten schon die besten Plätze eingenommen und den Leuten die sich nur den zweiten Teil ansehen wollten blieben nur die ersten vier Reihen und ein paar versprengte Plätze übrig. Sehr klug! Erschwerend hinzu kam noch das Ufa (noch klüger) auch Karten NUR für den ersten Teil verkauft hat und diese Leute auch in das gleiche, ja gleiche, Kino verfrachtet hat.

Als sich dann einige Leute, die nur die Karte für den ersten Teil hatten, dachten: „Ach, ich bleibe sitzen und schaue mir auch noch den zweiten Teil an…“ war das Chaos perfekt. Denn alle Sitze waren voll und trotzdem hatten einige Leute keinen Platz. Tja, die Leute vom Ufa kamen rein und es wurde jeder bzw. seine Karte kontrolliert. Somit fing die Mitternachtspremiere erst um 00:30 an. Na ja, zumindest kam nicht der Eisverkäufer rein *g*.

Fazit: Ufa und Mitternachtspremiere? Ohne mich. Die hätten sich das doch ganz einfach machen können und dabei noch ein bißchen mehr Geld verdienen können. In dem sie 2 Kinos bereitgestellt hätten. Eins für die Doppelvorstellung und eins nur für den zweiten Teil. Und Besucher hätte es genug für beide Kinos gegeben, da bin ich mir sicher. Denn ich habe von einigen Leuten gehört die etwa 2 Wochen vor dem Start keine Karten mehr bekamen.

So, nun wieder zum Film. Wo sind wir stehen geblieben. Ach ja, ich hatte große Erwartungen an den Film. Es fing sehr gut, die Landschaftsbilder waren überwältigend (trotz des hoch konzentrierenden Natchos Geruchs der unerbittlich aus allen Richtungen kam). Wenn ich das nötige Kleingeld hätte, wäre ich schon längst in Neu Seeland. Die Kamera schwenkte um die Bergkette und man hörte leise die Stimme von Gandalf und auch ein Blitz konnte man schwach erkennen. Und schon war man in der Szene wo Gandalf gegen den Balrog kämpft. Ich war wieder in Mittelerde.

Der Kampf zwischen Gandalf und den Balrog ist einfach nur gut, das Geräusch die das Schwert machte als es runterfällt, einfach genial. Leider finde ich diese Szene als etwas zu kurz geraten.

Die Szene wechselt zu Sam und Frodo die versuchen nach Mordor zu kommen. Auch im zweiten Teil gibt Sean Astin eine gute Rolle ab, denn er ist wie der Sam aus dem Buch: ein Freund der durch dick und dünn geht. Gollum taucht auf und auch hier muss man ein Lob an die Macher aussprechen. Denn das Aussehen, die Mimik, die Gestik, einfach alles gefällt mir an dem Gollum aus dem Film. Dagegen halte ich Elijah Wood (Frodo) immer noch für eine Fehlbesetzung.

Aragorn, Legolas und Gimli jagen den Uruks hinterher. Die Landschaft ist phänomenal, mehr kann man dazu nicht sagen. Gimli wird zu einer Witzfigur degradiert in dem er immer flache Witze reißt. Das habe ich beim ersten Mal auch gedacht, aber nachdem ich den Film noch zwei weitere Male gesehen habe, hat sich das Urteil relativiert. OK, mag sein das der Gimli etwas witziger ist als im Buch, aber schon im ersten Teil des Filmes hat Gimli dazu geneigt das Publikum zum lachen bzw. zumindest zum schmunzeln zu bringen. Daher wäre es sehr komisch gewesen wenn er im zweiten Teil die personifizierte Ernsthaftigkeit geworden wäre.

Viel komischer, aber auch das ist Geschmackssache, empfinde ich Legolas in 2-3 Situationen. Die erste Situation ist schon ganz am Anfang wo die drei die ganze Nacht durchrennen: Legolas sieht die aufgehende Sonne und sagt hochphilosophisch „Eine rote Sonne geht auf, heute Nacht wurde Blut vergossen“. Hmmm, Legolas der weise Indianer :. Das kam irgendwie total unmotiviert rüber, so im vorbeigehen. Außerdem habe ich früh morgens nie eine grüne Sonne aufgehen sehen *g*. Sonst ist an Orlando Bloom nichts auszusetzen, im Gegenteil.

Die zweite Situation ist der „Pferdesprung“ von Legolas. Mir ist vollkommen klar das Elben körperlich viel fixer sind als die Menschen, aber auch sie sind den Gravitationskräften und physikalischen Gesetzen unterworfen. Ein einfacher Sprung hätte schon verdeutlicht das die Elben auch gute Akrobaten sind. Das was im Film zu sehen war, ist einfach … na ja, ein bißchen lächerlich.

Auch das „Schild-Surfen“ war imho des guten zuviel. Im Falle des Pferdesprunges wie des Schildeinsatzes gilt das alte Sprichwort: „Weniger ist manchmal mehr“.

Viggo Mortesen liefert genau wie der Sam Darsteller in beiden Teilen eine gute Rolle ab. Mehr kann man dazu nicht sagen. Dass die Arwen so oft vorkommt stört mich mittlerweile kaum. Denn sie hatte schon im ersten Teil eine größere Rolle gehabt wie es in der Buchvorlage war, daher musste man sie noch mal rein bringen um die Liebe zwischen Arwen und Aragorn auf einer Seite und die Trauer von Elrond (er verliert sein Tochter) auch dem Zuschauer zu erklären der das Buch nicht kennt. Aber ich finde dafür war Aragorns Fall von der Klippe total unnötig. Was sollte der Fall uns sagen? Es hätte doch gereicht wenn Aragorn von Arwen geträumt hätte und/oder ein zusätzlicher Rückblick.

Bernard Hill (Theoden) hat auch eine gute Rolle abgeliefert. Aber seine Verwandlung von einem fast toten 100jährigen zu einem junggebliebenem Endvierziger war zu übertrieben und zu schnell. Es hätte gereicht wenn er einfach lust- und motivationslos gewesen wäre mit dicken Augenringen um dem Zuschauer klar zustellen das Theoden unter fremden Einfluss ist. Diese Verwandlung hat einfach zu sehr an einen billigen Horrorfilm erinnert. Auch hier: „Weniger ist manchmal mehr“.

Miranda Otto (Eowyn) hat zwar bewiesen das sie eine gute Schauspielerin ist, aber zumindest ich habe sie mir anders vorgestellt. Christopher Lee (Saruman) und vor allem Brad Dourif (Grima) haben gute Bösewichte abgegeben und haben ihre Rollen souverän gemeistert.

Die Ankunft der Elben am Helms Klamm empfinde ich mittlerweile gar nicht mehr als störend. Obwohl ich mich wundere warum ausgerechnet Haldir kommt. Denn Galadriel hat Elrond um Hilfe für die Menschen gebeten und Haldir kommt aus Lothlorien. Die Ankunft der Elben stört mich deswegen nicht, weil dadurch gezeigt wird dass auch die Elben am Kriege beteiligt sind. Obwohl ich auch kurze Szenen eingefügt hätte die, die Orkangriffe auf Lothlorien und Düsterwald zeigen. Aber abwarten, evtl. klären sich einige Sachen in der verlängerten DVD Version. Wie die Frage mit den überlebenden Elben von Helms Klamm. Denn ich bin nicht der einzige der gesehen hat, wie sich einige Elben auf Aragorns Kommando zurückziehen. Diese sind allerdings in der Halle nicht mehr zu sehen.

Alles in allem ist TTT ein seehr guter Film. Allerdings darf man nicht das Buch und den Film vergleichen. Zudem hoffe ich dass die verlängerte Version einige Antworten bringt…

Die Filme in längerer Fassung

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